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Unsere Partnerschaft in Indien

- "unter dem Dach" der norddeutschen CVJM -

YMCA in Indien

In dem Vielvölkerstaat Indien mit über einer Milliarde Einwohnern setzte sich der YMCA seit fast 150 Jahren für Kinder und Jugendliche ein. Heute gibt es 715 örtliche Vereine über das ganze Land verteilt. Sie wenden sich vor allem den armen und benachteiligten Menschen zu. Dabei engagieren sie sich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kindern und Jugendlichen, Frauen und Familien. Die Hilfe zur Selbsthilfe geschieht durch Bildungsangebote und vielfältige praktische Entwicklungsprogramme. Eine Partnerschaft zwischen dem CVJM Norddeutschland e.V., zu dem auch der CVJM Bad Zwischenahn gehört und dem YMCA Indien besteht seit fast 20 Jahren. Die Begegnung von Menschen belebt diese Partnerschaft. Zwei Mitarbeiter (Olav und Silvia Rothauscher) aus Bad Zwischenahn haben im Jahr 2003 an einer zweiwöchigen Seminarreise nach Indien teilgenommen. Sie haben unsere Projekte besucht und wertvolle Eindrücke von der Arbeit gewonnen. 2011/2012 hat der CVJM Landesverband Ostfriesland erneut ein Austauschprogramm durchgeführt. Der CVJM-Gesamtverband in Deutschland begleitet diese Arbeit fachlich durch das Internationale Referat. Konkret engagieren wir uns mit dem CVJM Norddeutschland mit Spenden für Hilfsprojekte jeweils in zwei YMCA Vereinen im Süden Indiens:

Projekt 1: YMCA Shimoga (auslaufend)

In Shimoga hat sich die Arbeit verändert: Aus der jahrelangen Arbeit für etwa 100 Vorschulkinder in verschiedenen kleinen YMCA Centern ist inzwischen eine Arbeit für und mit alten Menschen geworden. Das ist eine Entscheidung, die im YMCA Shimoga gefällt worden ist und natürlich macht sie vor Ort Sinn. Aber wir sind mit den Verantwortlichen im CVJM Norddeutschland der Meinung, dass wir Projekte unterstützen wollen, die sich vor allem an Kinder und Jugendliche wenden. Deshalb beenden wir in diesem Jahr unsere Unterstützung für Shimoga.

Projekt 2: YMCA Martandam

In diesem ländlichen Entwicklungsprogramm engagiert sich der YMCA in insgesamt 24 Dörfern in der Umgebung von Martandam. Die Orte sind wirtschaftlich, sozial und bildungsmäßig sehr unterentwickelt. Die meisten Menschen sind ungelernte Hilfskräfte und
Landarbeiter, z.B. Palmensaftzapfer. Frauen werden nur während der ländlichen Saisonzeiten zur Ernte oder zum Jäten eingestellt.

Hilfsmaßnahmen im Entwicklungsprojekt

  • Die Dorfbewohner erhalten fundierte Informationen und Aufklärung in den Bereichen Umweltbewusstsein, Gesundheit und Ernährung.
  • Für junge Frauen werden Mutter- und -Kind- Kurse angeboten.
  • Die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Familien werden durch praktische Ausbildungskurse in Landwirtschaft und Tierzucht verbessert.
  • Es werden Möglichkeiten zur Selbsthilfe und Selbst-versorgung angeregt.
  • Es wird ein besseres soziales Bewusstsein in den Dörfern ausgebildet. Die Bewohner der Dörfer werden befähigt, ihre Probleme wahrzunehmen und in realistischer Weise zu erkennen. Sie werden ermutigt, die Probleme selbst anzupacken und nach Lösungen zu suchen.

Projekt 2014: YMCA Madurai

Förderung mehrfach behinderter Kinder

Für dieses Jahr 2014 ist der CVJM Norddeutschland vom Internationalen Referat des Gesamtverbandes gebeten worden, dass Projekt der Behindertenschule des YMCA Madurai in Südindien zu unterstützen. Der CVJM Baden entsendet jedes Jahr 2-3 junge Leute im Rahmen eines Freiwilligen sozialen Jahres (FSJ) für 6-8 Monate zum YMCA Madurai in diese Schule für mehrfach behinderte Kinder, die uns bestätigen, dass der YMCA dort eine gute, professionelle Arbeit macht. Daher hat sich auch der CVJM Bad Zwischenahn entschlossen, ab 2014 diese Einrichtung zu fördern.

  • Madurai ist eine Millionenstadt in Südindien mit einer über 2000-jährigen Geschichte. Es gibt inzwischen - neben den üblichen Schulen - zahlreiche Einrichtungen, die behinderte Kinder betreuen, aber es mangelt an Institutionen, die sich um mehrfach behinderte Kinder kümmern können. Der YMCA Madurai hat sich dieses Problems im Jahr 2000 angenommen. Ziel seines Engagements ist, dass sich die Kinder in ihrem täglichen Leben zurechtfinden, sich möglichst selbstständig helfen und sich wieder in die Gesellschaft eingliedern können. Eltern und nahe Freunde werden in die Programme eingebunden, um auch zu Hause an der Entwicklung der Kinder mitzuhelfen.
  • Die Kinder lernen zunächst auf ihre Körperpflege zu achten. Gleichzeitig können sie an speziellen Geräten motorisches Feingefühl entwickeln. Alle Kinder erhalten psycho¬logische Unter¬stützung und werden im Alter zwischen 7 und 12 Jahren in der Einrichtung beschult. Für gehörlose, spastische oder autistische Kinder bzw. Kinder mit mehreren derartigen Beeinträchtigungen gibt es spezialisierte Förderungen. Kinder mit Verhaltensstörungen (Hyperaktivität, Autismus, oder geistiger Minderentwicklung) durchlaufen ein intensives Training.
  • Die spezielle Ausstattung der Schule konnte mit Spendengeldern angeschafft werden. In den letzten Jahren ist die Nachfrage an Schulplätzen beträchtlich gestiegen und inzwischen können etwas mehr als 100 Kinder dort unterkommen: Die gute Arbeit hat sich herumgesprochen und es gibt immer eine Warteliste für die Neuaufnahme. Deswegen wurden in den letzten Jahren Schulgebäude und die Unterkünfte für die Lehrerinnen erweitert, Handwaschbecken in großer Zahl installiert und eine behindertengerechte Toilettenanlage errichtet. Dank der Spender von Aktion Hoffnungszeichen konnten all diese Baumaßnahmen finanziell unterstützt werden. Ziel unser aller Arbeit ist es, jungen behinderten Menschen ein Leben in Würde und im Glauben an Jesus Christus zu ermöglichen. Dabei zählt jeder kleine Schritt und jeder Euro.

 

 

 

 


 
Verantwortlich: CVJM Bad Zwischenahn e.V. - siehe Impressum