Wissen Sie, was ein „Socktopus“ ist? Ist Ihnen jemals aufgefallen, dass man Toffifee auf nahezu unendlich verschiedene Weise essen und sich zeitgleich abendfüllend darüber unterhalten kann? Haben Sie schon einmal echte Einhornwolle gesehen und kennen Sie den Ort Dötlingen? All diese Fragen können diejenigen kompetent mit „ja“ beantworten, die bei der diesjährigen Familienfreizeit über das Himmelfahrtswochenende mit dabei waren. Auf ging‘s mit fünf Familien am Donnerstag ins Bremer Schullandheim, das in Dötlingen liegt, nicht weit vom Tierpark Ostrittum. Eine sechste Familie stieß am Freitag dazu, und somit war die Gruppe mit elf Erwachsenen und neun Kindern komplett. Kinder- und Erwachsenenandachten mit Musik und spannend erzählten Bibelgeschichten sowie Bastelangebote an jedem Tag und eine Fahrt ins Moor in Goldenstedt am Freitag sorgten für eine kurzweilige gemeinsam verbrachte Zeit, die viel Gesprächsstoff für das gesellige Sitzen am Lagerfeuer bei Stockbrot und Marshmallows am Samstag bot. Schön war, dass die Kinder sich während der Freizeit besser kennenlernten und gemeinsam spielten, lachten und auch zu den ihnen vorher unbekannten Erwachsenen Vertrauen fassten. So saß der Papa oder die Mama an der gemeinsamen Essenstafel mal ganz weit entfernt und ein anderer Papa oder eine andere Mama schmierte das gewünschte Käsebrot oder schnitt das Fleisch auf dem Teller klein. Das Essen in der Herberge war liebevoll zubereitet, reichlich und ausgesprochen lecker. Abends ging es für die Kinder nach einer Gutenachtgeschichte im Andachtsraum ins Bett, und die Erwachsenen trafen sich im gemütlichen Stübchen nicht weit der Schlafzimmer. Hier wurden bis spät in die Nacht diverse zucker- und salzhaltige Gebäckarten verzehrt, oder die angemessene Essensmethodik von Toffifee zwischen den Fraktionen der „Draufbeißer“ und „Im-Mund-Zerleger“ ausdiskutiert. Auch Gesellschaftsspiele durften nicht fehlen. Es war eine Freizeit, die ihren Namen verdient. Freie Zeit. Zeit, frei zu sein und sein zu dürfen, wer man ist. Zeit, Familie zu leben und sich ganz auf sie zu besinnen, gemeinsam mit anderen, die
ähnliche Themen im Alltag durchleben, ob als Erwachsene oder als Kind. So begegnete jeder dem anderen mit Verständnis und Respekt. Offene Ohren und Raum zum Reden über gerade durchlebte Krisen waren ebenso selbstverständlich wie die Möglichkeit, sich auch kurz zurückzuziehen. Und immer wieder hielten wir zwischendurch inne, um uns zu erinnern, dass wir geborgen sind im Glauben, bei Gott, bei Jesus, egal wer wir sind oder wo wir uns gerade aufhalten. Um uns daran zu erinnern, dass wir selbst die Kraft haben, einander Gutes zu schenken – ob in Form eines aufmerksamen Ohres oder eines liebevoll geschmierten Käsebrotes, eines lauten Lachens. Wir wussten uns begleitet von Jesus Christus beim gemeinsamen Durchleben dieser Tage – sogar beim Toffifee-Essen.
Danke an Sarah Rathjen für die tolle Organisation und an alle Teilnehmer für eine wunderbare Zeit und bleibende Erinnerungen. Auf Wiedersehen in der Gemeinde.

Von Sarah Gall